Tag 4 - Montag ist Museumstag

So hatte ich es mir gedacht, aber da war ich nicht der einzige, denn als ich im spanischen Viertel an der Museumsmeile ankam, waren dort Massen an kleinen Kindern. In diesem Sinne habe ich erstmal den Center of Science gemeidet und bin zum historisch nationalem (oder so ähnlich) Museum gegangen, in der Hoffnung, dass sich dort weniger dieser Art befinden. Das war leider nicht der Fall, aber irgendwo musste ich ja mal anfangen.


(Diese Tiefflieger...)

Das erste Museum hatte so den Normalo-Kram, den man sich in jedem Museum eigentlich vorstellt: Ausgestopfte Tiere aus verschiedenen Regionen, alte Fundstücke lägst vergangener Zeiten, viele Glitzersteine und Skelette längst ausgestorbener Tiere. Ich war sehr überrascht, dass das Museum so gut wie alle Funkelsteine, wertvolle Mineralien oder ähnlichen Schnick-Schnack parat hatte. Es gab auch kleine Spielereien, wie zB eine Waage, die das Gewicht deiner Knochen misst. Bei mir waren es 23lbs, mehr als 3 Kinder, die vor mir da drauf waren. Heißt das etwa, dass ich dick an Knochen bin?


(Coole Frisur) 

Aber wenn wir gerade bei Knochen sind... Ich ging dann also zurück in das Wissenschaftscenter, um meinem eigentlich Anliegen nachzugehen, denn dort war die "Body Worlds 3" Ausstellung. Leider waren Fotoapparate deutlich verboten. Ich hätte zu gern mehr als 100 Fotos von der Ausstellung gemacht. Wer die Body Worlds nicht kennt, bekommt jetzt eine lange und ausführliche Beschreibung. In dieser Ausstellung wird einem der menschliche Körper näher ans Herz gebracht und zwar auf eine für manche vielleicht auch ekelhafte Weise. Nicht nur, dass alle menschlichen Ausstellungsstücke nackt und tod sind, nein, bei fast allen wurde auch die Haut und zum Teil einige Innereien entfernt. So konnte man viele zurechtgeschnittene Körper in den spannendsten Situationen erleben. Hier waren sie meistens bei sportlichen Aktivitäten zu sehen. So sieht man zB einen Hürdenspringer wie er gerade eine Hürde nimmt. In dieser Position kann man gut die angespannten Muskeln, die dort offen gelegt wurden, erkennen. An anderer Stelle wurde einem gezeigt, wie bei einer an verschiedensten Stellen Gelenke medizintechnisch ersetzt oder Brüche geschient wurden. Auch etliche kleine Aussellungsstücke konnte man begutachten. So sah man eine Raucherlunge, diverse Tumore im Gehirn, Darm oder sonstwo, sowie Krebs. Auch ein Loch im Herzen wurde zusammen mit dem medizinischen Gerät, um der Krankheit entgegenzuwirken, ausgestellt. Erst recht gefielen mir die Modelle der Arterien von einigen Organen oder Körperteilen. Es muss eine ganz schöne Arbeit gewesen sein, um einen Kopf so zurechtzuschneiden, dass nur die Blutbahnen übrig bleiben, die ein sehr verzwicktes Netz bilden. Die Länge der Arterien eines jeden Menschen reicht zweimal um die Welt, um das mal ein bisschen mehr zu verdeutlichen. Schön war es auch zu sehen, wie Organe oder sogar ein ganzer Mensch in Schichten zerteilt wurde (vergleichbar mit einem Brot, dass man in Scheiben schneidet).


(Ob das Netz hält?)

Danach hab ich mir den Rest des Centers noch angeguckt, das ganz hübsch gemacht war. Man konnte an vielen Stellen selbst Hand anlegen. Die Themen waren zB Transport, Optik, Erdbeben oder Hören. So konnte man ein Erdbeben miterleben, Aerodynamik im Windkanal testen, sich über längerer Distanz per Geflüster unterhalten usw. Dann war ich noch bei Mc Donalds, zu dem ich auch noch ein Wort verlieren wollte: Und zwar kann man dort, wie es auch hierzulande langsam Mode wurde, sich am Getränkehahn selbst bedienen. Dies ist dort erst recht praktisch, weil es 1. unangenehm warm ist und 2. man den Becher auf dem Weg zum nächsten Mc Donalds austrinken kann, wo man ihn dort dann wieder auffüllen kann. Das ist deswegen sehr praktisch, da 3 Liter Wasser am Tag hier doch zu wenig sind. Was auch gut ist, ist, dass man Wasser immer kostenlos bekommt. Es gibt Wasserspender vor den meisten Klos und in einigen Restaurants oder einfach kostenlos dazu, wenn man etwas bestellt. Ein guter Tipp: Immer eine Wasserflasche dabei haben und gegebenfalls an Ort und Stelle auffüllen.

(Sogar ich konnte den Pick up hebe(l)n!)

Hier laufen übrigens einige Leute mit iPod oder iPhone rum. Die, die das nicht tun, haben dafür eine Plastik-Bierflasche und ständige Bereitschaft zur Unterhaltung, um irgendwie an Geld zu kommen, denn die Flasche ist ja auch irgendwann mal alle. Meine nächsten zwei Tage werde ich übrigens (hoffentlich) mit Universal Studios und Disneyland füllen. Seid also gespannt auf T-Rex, Shrek, Mickey Mouse und sonstigen Monstern!

20.5.08 02:35

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